Delegation aus der südkoreanischen Wirtschaftsmetropole Busan besucht Silicon Saxony

Wed, 11 Sep 2019 16:27:25 +0200
Die nach der Hauptstadt Seoul zweitgrößte Metropole Südkoreas, Busan, streckt aktuell ihre Fühler in Richtung Europa und speziell nach Sachsen aus. Grund hierfür ist nicht zuletzt der momentan schwelende Handelskrieg des asiatischen Landes mit Japan. Südkorea sucht weltweit neue Wirtschaftspartner und setzt hier nicht zuletzt auf bereits erfolgreich etablierte Beziehung, wie z.B. zu Deutschland. Vor diesem Hintergrund reiste eine Wirtschaftsdelegation, organisiert und angeführt durch die AHK Korea, am 5. September in die sächsische Landeshauptstadt. Neben intensiven Sondierungsgesprächen mit Sachsens Hightechcluster trafen die südkoreanischen Vertreter auch Mitglieder des Silicon Saxony e. V., u.a. SAW Components, im TechnologieZentrum Dresden Nord. Bereits in Kürze sollen weitere Besuche südkoreanischer Delegationen folgen. Japan und Südkorea liegen aktuell im Clinch. Seit 8. August findet ein offen ausgetragener Handelskrieg zwischen beiden Nationen statt. Das einst enge wirtschaftliche Verhältnis hat u.a. nach der schrittweisen Annäherung Südkoreas an Nordkorea inzwischen spürbar gelitten. Zuletzt setzte Japan strenge Handelsrestriktionen durch, schnitt Südkorea so von wichtigen Chemikalien speziell für die Chipproduktion ab. Der einst geltende Status eines bevorzugten Handelspartners wurde im selben Zuge von Japan aberkannt. Seither bemüht sich Südkorea um neue Partnerschaften oder die Intensivierung bereits etablierter. Gerade Europa und hier im Besonderen Deutschland rückt wieder zunehmend in den Fokus der asiatischen Wirtschaftsmacht.

Angestoßen durch die AHK Korea wurden bereits mehrere Delegationsbesuche auch bei Silicon Saxony angefragt. Am 5. September fand nun eine erste Sondierungsrunde in Dresden statt. Südkoreanische Firmen und Investoren sind bereits stark in Sachsen aktiv. Große lokale Unternehmen, wie z.B. Silicon Saxony Mitglied Novaled, sind eng mit Südkorea verbunden oder werden sogar mit finanziellen Beteiligungen aus dem asiatischen Land unterstützt. Anknüpfungspunkte gibt es daher reichlich, wie Silicon Saxony Geschäftsführer Frank Bösenberg im Zuge des Delegationsbesuches feststellte. "Wir sind sehr daran interessiert, die engen wirtschaftlichen Beziehungen zu Südkorea weiter zu vertiefen. Sachsen ist Europas größte und stärkste Mikroelektronikregion. Jeder zweite in Europa produzierte Mikrochip wird bekanntlich hier hergestellt. Eine noch engere Kooperation macht daher durchaus Sinn", so Frank Bösenberg.

Südkoreanische Ministerien, Wirtschaftsverbände und Unternehmen rennen damit offene Türen ein, wenn sie hier nach neuen Geschäftsmöglichkeiten Ausschau halten. Neben Busan kündigen sich in diesen Tagen noch weiterer Städte und Regionen Südkoreas für Delegationsreisen an. Für Ende November hat bereits jetzt die Wirtschaftsmetropole Iksan eine Delegationsreise im Silicon Saxony angemeldet. Abermals streckt dann eine Lokalregierung Südkoreas ihre Fühler in Richtung Sachsen aus. Schon jetzt können sich interessierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen für die Teilnahme bewerben. Erneut wird dann u.a. die AHK Korea über die Wirtschaftslage in Südkorea informieren, Kooperationsmöglichkeiten aufzeigen und auch für Ansiedlungen in beide Richtungen werben. 

Sie haben Fragen zu oder planen Geschäftsbeziehungen nach Südkorea? Dann wenden Sie sich an die Geschäftsstelle des Silicon Saxony e. V. Gern vermittelt Sachsens Hightechnetzwerk Ihnen passende Informationen und Kontakte, auch zu zahlreichen anderen Industrienationen.


Ansprechpartnerin:

Nadja Dehne
Silicon Saxony e. V.
Tel.: +49 351 89 25 804
E-Mail: nadja.dehne@silicon-saxony.de 

Über den Silicon Saxony e. V.
Der Silicon Saxony e. V. ist mit rund 350 Mitgliedern das größte Hightechnetzwerk Sachsens und eines der größten Mikroelektronik- und IT-Cluster Deutschlands sowie Europas. Als eigenfinanzierter Verein verbindet Silicon Saxony seit seiner Gründung im Jahr 2000 Hersteller, Zulieferer, Dienstleister, Hochschulen/Universitäten, Forschungsinstitute, öffentliche Einrichtungen sowie branchenrelevante Startups am Wirtschaftsstandort Sachsen und darüber hinaus. Weiterführende Links Zum Arbeitskreis International Business Development Foto: Silicon Saxony

Silicon Saxony e.V.

Der Silicon Saxony e. V. ist mit rund 350 Mitgliedern das größte Hightechnetzwerk Sachsens und eines der größten Mikroelektronik- und IT-Cluster Deutschlands sowie Europas. Als eigenfinanzierter Verein verbindet Silicon Saxony seit seiner Gründung im Jahr 2000 Hersteller, Zulieferer, Dienstleister, Hochschulen/Universitäten, Forschungsinstitute, öffentliche Einrichtungen sowie branchenrelevante Startups am Wirtschaftsstandort Sachsen und darüber hinaus. Übergeordnete Ziele der Netzwerkarbeit sind u. a. der Ausbau sowie die Stärkung des führenden Mikroelektronikstandortes Europas als auch das Vorantreiben der parallel verlaufenden Entwicklung hin zu einem Softwareland Sachsen. Dies geschieht in enger Abstimmung mit der sächsischen Landesregierung und den Wirtschaftsförderinstitutionen im Freistaat. In dieser Konstellation unterstützt der Verein auch das regionale Standortmarketing. Der thematische Fokus des Clusters liegt auf den technologischen Trends der Gegenwart und Zukunft – z.B. Künstliche Intelligenz, Robotik, Automatisierung, Internet of Things, Sensorik, Energieeffizienz, Neuromorphes bzw. Edge Computing. Als enger Kooperationspartner des Dresdner Smart Systems Hubs sowie des Leipziger Smart Infrastructure Hubs bietet Silicon Saxony zudem direkten Zugang zu den Themen, Projekten und Standorten der Digital Hub Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums. Als öffentlichkeitswirksame Informations-, Kommunikations- und Kooperationsplattform sowie durch die Teilnahme an und die Organisation von Branchenevents fördert der Verein die regionale, nationale und internationale Vernetzung seiner Mitglieder. Gezielte Lobbyarbeit gewährleistet z.B. die Mitgestaltung von Förderprogrammen - von der lokalen bis zur europäischen Ebene. Experten des Netzwerkes stellen zudem in Arbeitskreisen und weiteren Formaten den Know-how-Transfer sowie enge wirtschaftliche Beziehungen zwischen den Mitgliedern sicher und treiben Innovationen voran.